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Aktuelle Beiträge:

 

 


 

 

Verschärfung der Gesetze bei Bar-Umsätzen – Was ändert sich für Sie?


Vorab:

1. Steuerpflichtige, die ihren Gewinn durch Bilanzierung ermitteln, sind gesetzlich verpflichtet Kassenbuch zu führen. Bei einer Gewinnermittlung durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung nach § 4 Abs. 3 EStG besteht hingegen grundsätzlich keine Pflicht zur Kassenbuchführung.

2. Wenn man ein Kassenbuch freiwillig führt/führen muss, gibt es die Möglichkeit einer „offenen Ladenkasse“ und einer technisch gestützten Kasse (PC-System / Registrierkasse).
Dem Finanzamt allein obliegt die Beurteilung, ob Sie eine Registrierkasse führen müssen oder nicht). In der Regel sind Unternehmen, die einen hohen Anteil an Barumsätzen haben, verpflichtet eine Registrierkasse zu führen.

(Gaststätten, Supermärke, Kiosk, etc.)

3. Diejenigen, die ein technisch gestütztes Verfahren gewählt haben, müssen die ab 2016 geltenden Vorschriften beachten und ggf. ihr Kassensystem nachrüsten.

 

Was ändert sich ab 2016

Jede Eingabe muss aufgezeichnet und gespeichert werden können. Hierzu einige Beispiele:

  • „Z-Bons“ Ausgabe zur Wiedergabe der Tagessumme
  • Stornobuchungen
  • Retouren
  • Entnahmen
  • Zahlungswege (bar, Scheck- und Kreditkarten)
  • Darstellung der Einzelpositionen
  • alle weiteren Tagesabschlussauswertungen

Darüber hinaus sind gespeichert bzw. abrufbar in der Kasse bereit zu halten:

  • Bedienungsanleitung
  • Programmieranleitung
  • die Programmabrufe nach jeder Änderung aufzeichnen
  • Einrichtungsprotokolle über Verkäufer-, Kellner und Trainingsspeicher
  • alle weiteren Anweisungen zur Kassenprogrammierung

 

 



Wofür brauche ich eine Berufs-/Betriebshaftpflicht-Versicherung?

Sie dient zum eigenen Schutz vor Schadenersatzansprüchen Dritter.

Eine Private Haftpflicht schützt Sie nur im privaten Bereich. Alle beruflich bedingten Schäden sind in der Regel NICHT Bestandteil und müssen separat abgesichert werden.

 

Dabei hat jeder Beruf hat seine eigenen Risiken.
Beispiele:

Friseure: Beim Blondieren wird die Kleidung des Kunden beschmutzt.
Handwerker:  Dieser stößt versehentlich eine teure Vase beim Kunden Zuhause um.
Make-Up Artist: Eine Schauspielerin reagiert stark allergisch auf das Make-Up und kann somit den Film Dreh nicht mehr durchführen, wodurch der komplette Dreh abgebrochen werden muss. Die Mieten und die Gagen wurden bereits bezahlt.

Wer kommt für den entstandenen Schaden nun auf?

Der Verursacher!

Geringe Schäden sind noch tragbar, aber wie soll man größere Schadensummen übernehmen. Im Beispiel der Make-Up-Artisten muss zum einen der Verdienstausfall aller Beteiligten übernommen werden zuzüglich der Miete für den Drehort.

Als Einzelunternehmer haften Sie mit ihrem gesamten Betriebs- und Privatvermögen. Ohne Haftpflichtversicherung kann es das Ende Ihrer Karriere bedeuten.

Eine Betriebs-/Berufshaftpflicht-Versicherung schützt Sie genau vor diesen Risiken. Im Ernstfall vertritt Sie die Versicherung sogar vor Gericht, um einen Schadenersatzanspruch abzuwenden. Dabei spricht man von der sogenannten passiven Rechtsschutzfunktion.

Der Beitrag liegt in den meisten Fällen zwischen 5 - 15€ monatlich und sichert sie gegen mögliche Millionenschäden ab.

 

 


 

KSK - Künstlersozialkasse

Sie bezuschusst Sozialversicherungsbeiträge selbstständiger Künstler & Publizisten.
(Krankenversicherung, Rentenversicherung, Pflegeversicherung)

Die KSK ist NICHT der Leistungsträger.

Man zahlt einen Mitgliedsbeitrag an die KSK. Dieser Mitgliedsbeitrag setzt sich aus dem Kranken-, Pflege- und Rentenversicherungsbeitrag zusammen. Diesen Beitrag leitet die KSK an die entsprechenden Leistungsträger weiter. Man bleibt weiterhin bei der eigenen Krankenversicherung versichert.


Mitgliedsbeitrag

Die Höhe des Beitrages bemisst sich am Einkommen. Je höher das Einkommen, desto höher der Beitrag.
Als GROBEN Richtwert kann man von ca 20% ausgehen.
(Der absolute Mindestbeitrag liegt bei rund 80€/Monat)

Beispiel: 1000€ Bruttoeinkommen / Monat
à 20% von 1000€ = 200€ monatlicher Mitgliedsbeitrag.
(Eine korrekte Berechnung des Beitrages können wir gerne vor Ort durchführen)

Zugangsvoraussetzungen
1.Tätigkeit als Künstler oder Publizist
2. Auf Dauer ausgelegte hauptberuflich selbstständige Tätigkeit
3. Mindesteinkommen von 3.900,-€ /Jahr
(Ausnahmeregelung für Berufsanfänger)
Nicht versicherbar nach KSVG sind Unternehmer mit mehr als 1 Angestellten

 

 


 

Scheinselbstständigkeit

Merkmale für eine Scheinselbstständigkeit

Dass Sie kein echter Selbstständiger, sondern nur scheinbar selbstständig sind, dafür sprechen folgende Kriterien:

  • die uneingeschränkte Verpflichtung, allen Weisungen des Auftraggebers Folge zu leisten
  • die Verpflichtung, bestimmte Arbeitszeiten einzuhalten
  • die Verpflichtung, dem Auftraggeber regelmäßig in kurzen Abständen detaillierte Berichte zukommen zu lassen
  • die Verpflichtung, in den Räumen des Auftraggebers oder an von ihm bestimmten Orten zu arbeiten
  • die Verpflichtung, bestimmte Hard- und Software zu benutzen, sofern damit insbesondere Kontrollmöglichkeiten des Auftraggebers verbunden sind

Bitte beachten Sie, dass diese Punkte ausschließlich zur Orientierung dienen. Letztlich ist es immer eine Einzelfallentscheidung. Durch das Statusfeststellungsverfahren der Rentenversicherung-Clearingstelle erhalten Sie eine eindeutige Einschätzung zu Ihrer Situation.

 

Welche Folgen hat eine Scheinselbstständigkeit für mich?

Sobald Sie als Scheinselbstständiger definiert wurden, werden sie einem Arbeitnehmer gleich gestellt. Das bedeutet Sie unterliegen der Sozialversicherungspflicht. Somit müssen Beiträge zur Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und der Berufsgenossenschaft anteilig vom Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber gezahlt werden.

So müssen in der Vergangenheit nicht geleistete Beiträge für die Sozialversicherung ggf. bis zu 4 Jahren rückwirkend nachgezahlt werden. Der Schuldner ist in erster Linie der Auftrag-/Arbeitgeber. Anschließend wird Dieser Sie für Ihren Anteil in Regress nehmen. Daher ist eine rechtzeitige Klärung Ihres Status‘ ratsam.

Als Existenzgründer haben Sie die Möglichkeit sich von der Rentenversicherungspflicht für eine bestimmte Zeit zu befreien. Dies geschieht jedoch nur auf Antrag.